Wie alles angefangen hat
 
       Erstes Polaroid von 1990 der ADLER Baujahr 1953    [Mini-Bilder anklicken] 
Angefangen hat die Oldtimerei 1973 mit dem Kauf einer BMW R25/3, bis zum Verkauf 1988. Zwischendurch eine Yamaha DT 400 Enduro und 
eine Yamaha XS 650. 1990 habe ich das ADLER M 250 Gespann in Oberursel gesehen. Ein langes Gespräch und zähe Verhandlungen, dann konnte ich die Maschine kaufen. Der Zustand: Nur neu Lackiert, die Linierung mit Kunststoffband, mechanisch ziemlich hinten dran. Federung vorne und hinten defekt, falsches Antriebsritzel für Gespannbetrieb, keine original Schrauben, Schalthebel , Lichtschalter, Auspuff, defekte Lager  usw. Dafür war etwas richtig Exotisches dabei - eine Versehrten Tankhandschaltung, die 1953 DM 30,00 im ADLER Zubehör kostete. Jedenfalls war das Gespann halbwegs Betriebsbereit. Die Elektrik war eine Besonderheit für sich, das hat gedauert, immer wieder Pannen, bis wir das endlich richtig in den Griff bekamen. Innerhalb von 4 Jahren wurde die Maschine auf 95 % Originalität gebracht, die Linierung habe ich selbst mit jetzt 56 Jahre alten Schlepppinseln gezogen. Das Gespann ist für 3 Personen zugelassen, und die „Wetterschutzscheibe" für den Seitenwagen eingetragen. Gelungen ist die Zulassung beim TÜV in Mainz-Hechtsheim. Dort fand sich im Archiv die original ABE von 1952/53 und unter Ziffer 21 der Eintrag für 3 Personen. Ein Jahr später 1991, fiel mir durch Zufall eine M 150 Bj. 1953 in die Hände. Der Motor war komplett zerlegt, aber das wichtigste Teil, die Kurbelwelle fehlte. 1994 konnte ich ein Motorgehäuse mit Kurbelwelle finden. 1997 hat es ein ADLER Freund geschafft, die Kurbelwelle auseinanderzunehmen, denn die Hirthverzahnung ließ sich nicht mehr mit dem original Werkzeug öffnen. Ein zweiter ADLER Freund hat die Welle überholt und wieder zusammengeführt. Ein dritter ADLER Freund hat den Motor 1998 komplett zusammen gebaut. Im Gegenzug für die Hilfe habe ich deren ADLER Maschinen liniert. Von Kurt Heumann habe ich dann einen nagelneue Kurbelwelle bekommen, die eingebaut wurde. 
Für die M 150 ging noch viel Zeit ins Land. Die Bleche sind jetzt repariert aber noch nicht lackiert. Der Chrom - alles, aber auch alles was Chrom war muß poliert und neu verchromt werden. Der Rest sind die üblichen Sachen, Gummiteile, Speichen, Felgen, Kabelbaum - wird schon werden. 
Nur wann ? Immerhin trägt diese Maschine die Fahrgestellnummer 60001, die erste M 150 die 1953 in Serie produziert wurde ! 
Im April 1999 geht es weiter, und haben noch Teile auf der Veterama in Ludwigshafen gekauft, und im Juli 1999 mit der Montage angefangen. Alle Teile verchromt und lackiert. Hilfe von ADLER-Freunden mit Spezialwerkzeugen und weiteren Ersatzteilen. Stand vom 4. August 99 - fertig montiert, aber noch nicht angelassen - es fehlte noch eine Dichtung. Kaum Fahrbereit, wurde Maschine am 18. August 1999 wieder für den Straßenverkehr zugelassen, und am 27. August 1999 beim 26. ADLER-Treffen in Erbach präsentiert. Bei dem Treffen gab es ein Motorproblem, viel Rauch und der Schalthebel mußte provisorisch befestigt werden. Nach dem Treffen wurde der Motor nochmal überholt, Getriebe, Kupplung, Zündung und Vergaser eingestellt, und jetzt läuft die Maschine. 

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